Future Skills made with love
Man stelle sich vor, die Grundlagen für das
Neue Arbeiten ,
Future Skills und
Sozialkompetenzen würden bereits in den ersten Lebensjahren gelegt. Was wäre das für eine zukünftige Gesellschaft, eine Wirtschaft, in der wir leben würden?
Was für viele abstrakt klingen mag ist bereits seit mehreren Jahren fest in der frühen Bildung, den Kindertageseinrichtungen, verankert. Doch es scheint niemanden auf Länder- oder Bundesebene zu interessieren.
Würden wir (endlich!) nicht nur in die Bildung investieren, bestenfalls nicht nach dem Gießkannen-Prinzip, sondern die Chance sehen, die mit dieser Investition einhergeht, was wäre das für eine Zukunft?
In vielen Magazinen, Artikeln oder Beiträgen liest man aktuell die Future-Skills, die zukünftig benötigt werden, um auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen und erfolgreich zu sein.
Prof. Dr. Yasmin Weiß sagt hierzu beispielsweise im aktuellen
STRIVE Magazine auf die Frage, ob Sozialkompetenz eine Future-Skill sei:
„Unbedingt! Wir brauchen Sozialkompetenzen wie Empathie, Resilienz oder die Fähigkeit, tragfähige zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen in dieser von starken Veränderungen bestimmten, schwierigen Welt. Wenn ich diese Sozialfähigkeiten mit technologischer Kompetenz paare, dann entwickele ich eine kraftvolle Wirkung.“
Die
Neue Narrative schreibt in der Ausgabe #16 über Räume und wie sich die Arbeitswelt in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten verändert hat.
„Der Raum als dritter Erzieher“. Nach diesem Prinzip wird vielerorts eine Kita geplant, umgestaltet und bestenfalls qualitativ eingeschätzt (Stichwort Kinderperspektive).
Was nun für das heutige New Work, Neues Arbeiten und die #FutureSkills als Neuheit gilt, ist seit Jahren in der frühkindlichen Bildung verankert. Wann schätzen wir diesen Wert und investieren in die Entwicklung, Qualität und vor allem Zukunft der Bildung?
Kitas sind Bildungseinrichtungen und arbeiten nach den entsprechenden, auf Länderebene (Danke Föderalismus) vorgegebenen, Bildungs- und Erziehungs-/Orientierungsplänen. Dort festgeschrieben sind auch der Erwerb von Kompetenzen, wie der Sozialkompetenz, oder der Bereich der Resilienz.
Wir verlangen von Kindern und Jugendlichen, dass sie fit sind für die Zukunft, für den Arbeitsmarkt, um Steuer zahlen zu können und als Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.
Schon Benjamin Franklin wusste: „
Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen. “
Investieren wir also in die vorhandenen >53.000 Kitas (Einrichtungen von 0-14 Jahren), die über 800.000 Fachkräfte (ja, auch diese haben es verdient ordentliche Räumlichkeiten zu haben und ihre Wachstumsbereitschaft weiterzuentwickeln) und 3,9 Mio. Kinder, die dort gefördert und gebildet werden, so wird eine Erweiterung des Kompetenzerwerbs in späteren Jahren erleichtert und die Kinder gleichzeitig in ihrer Resilienz und Ambiguitätstoleranz gestärkt.
Easy, oder nicht? :-)
Zitat: ZEIT ONLINE (2012): Bildung wirkt langsam, aber mächtig
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